Rezensionen

Rezension „Blutiges Land“ von Wolfgang Thon

25. September 2017

Endlich melde ich mich aus meiner Sommerpause zurück und dieses mal mit der Rezension des Historienromans „Blutiges Land“ von Wolfgang Thon.

Worum geht es in „Blutiges Land“

Das Buch spielt im Jahre 1626 und erzählt die Geschichte von Valerian von Villesen und Eik Schmals. Die beiden könnten unterschiedlicher nicht aufwachsen: Valerian lebt auf einem Landgut wohingehend Eik ein Müllerssohn. Trotz ihrer unterschiedlicher Herkunft sind die beiden befreundet, bis sich Eik in Valerians Schwester Augusta verliebt. Valerian kann die junge Liebe nicht akzeptieren, weshalb ihre Freundschaft zerbrochen scheint und sich die beiden aus dem Weg gehen. Doch der 30-jährige Krieg lässt Eik und Valerian keine Möglichkeit sich zu versöhnen. Im Gegenteil, denn Eik schlägt sich auf die Seite der Protestanten wohingegen Valerian für die Katholiken kämpft. Aus Freunden wird Feinde, die sich bis auf den Tod bekämpfen.

Die Handschrift von Wolfgang Thon

Ich muss gestehen, dass ich mich anfangs sehr schwer getan habe, mit dem Schreibstil des Autors. Thon beschreibt sehr vieles, was für mich eher unwichtig war. Die erste Szene beginnt spannend aber dennoch für mich irgendwie schleppend zu lesen. Doch ich hab nicht so lange gebraucht und nach den ersten 40 Seiten war ich dann doch in der Geschichte drin. Dadurch konnte ich mich doch an Thons Schreibstil ganz gut gewöhnen.

Eik und Valerian – Verfeindete Brüder

Auch wenn Eik und Valerian nicht wirklich verwand sind, ist ihr Verhältnis wie das von echten Brüdern. Umso schwieriger war es dann auch für beide, dass sich die Freundschaft aufgrund von der Liebesgeschichte von Eik und Augusta aufzulösen scheint. Beide nimmt es hart mit, dass sie im Krieg auf verschiedenen Seiten kämpfen. Doch sosehr das innere Zerwürfnis die beiden beschäftig, sosehr müssen sie auch mit den Ängsten und Problemen im Krieg zurecht kommen. Die Entwicklung beider Charaktere waren enorm. Nicht nur durch die militärische Stellungen, sondern auch was die Charakterzüge betrifft

Die Welt im 30 Jährigem Krieg

Wolfgang Thon hat es geschafft, die Geschichte so realistisch aufs Papier zu bringen, dass man keinen Moment daran zweifelt, dass die brutale Realität, die geschildert wird, genau so passiert sein könnte. Er verknüpft Fiktion mit historischen Tatsachen und macht das so geschickt, dass man oftmals daran zweifelt, eine fiktive Geschichte zu lesen.

Die Geschichte

Nach in paar Seiten Eingewöhnung in die Welt und den Schreibstil des Autors habe ich mich schon kurze Zeit in dem Buch wiedergefunden und wollte es kaum weglegen. Die Handlungsstränge von Eik, Valerian aber auch Augusta haben alle ihren berechtigten Raum bekommen und ergeben zu guter letzt ein schlüssiges Zusammenspiel. Mir hat dabei sehr gut gefallen, dass die Charaktere wirklich glaubwürdig und ihre Handlung sehr nachvollziehbar war. Wie oft habe ich schon Bücher gelesen, wo mir die Entscheidungen des Hauptcharakters einfach so abwegig erschienen, dass ich mich damit absolut nicht mehr identifizieren konnte. Anders bei diesem Buch.

Fazit

Toller Historienroman mit glaubhaften Charakteren und einer tollen Story aus Realität und Fiktion.

 

4 von 5 Sterne

INFO ZUM BUCH

Autor: Wolfgang Thon
Verlag: Blanvalet
Erschienen: 16.01.2017
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