Rezensionen

Rezension „Der Sohn des Drachen: Episode I – Die Schleierwelt“ von Annika Schuster

21. Mai 2019

Auch wenn ich eigentlich so ziemlich jedem Genre offen stehe, so lese ich doch recht selten Fantasy Romane, doch nach vielen Liebesgeschichten tut es manchmal sehr gut, mal was anderes zu lesen. Genau deswegen habe ich mich auch besonders auf Der Sohn des Drachen von Annika Schuster gefreut.

Worum geht es in Der Sohn des Drachen?

Nachdem Fearne Buchanan seltsame Gestalten sehen kann, erfährt sie, dass es noch eine andere Welt als die gibt, die sie kennt. Sie lebt seither in einem Mellanfort, einem Trainingscamp zwischen normaler und Schleierwelt. Ihr Mentor ist Faolan ist anders, als alle anderen Mentoren, denn er ist ein Drachenmensch. Die Missionen, auf die er geschickt wird, sind gefährlich und die anderen Camp-Bewohner beneiden Fearne um ihre spannenden Aufträge, doch Fearne zweifelt an ihren Fähigkeiten. Doch eine Bedrohung wartet auf die Bewohner und schon bald werden sie alle auf die Probe gestellt.

Die Charaktere

Fearne war mir von Anfang an super sympathisch. Ihre offene Art fand ich sehr ansprechend und es hat Spaß gemacht ihre Welt zu entdecken. Besonders, da ihre Gefühlswelt ja noch nicht so ganz sortiert ist. Mir hat auch gut gefallen, dass Fearne an für sich „normal“ ist. Sie ist nicht besonders gut, sondern sticht eher durch ihren Charakter hervor.

Ich hätte gerne noch mehr über Faolan erfahren, aber ich denke, dafür gibt es ja auch noch die nächsten Episoden. Seine Charaktereinführung fand ich zumindest schon mal sehr gelungen. Ich hoffe er entwickelt sich mehr hin zum Teamplayer und weg vom verschlossenen Einzelgänger, damit er und Fearne auch harmonieren. Man hat allerdings die Spannung zwischen den Charakteren deutlich zwischen den Zeilen lesen können.

Die Geschichte

Mir hat der Aufbau echt gut gefallen. Man startet noch in der „uns bekannten“ Welt und wird dann quasi in die Schleierwelt hineingeworfen. Anfangs hatte ich noch ein bisschen Probleme mit den ganzen Begriffen und mythischen Wesen.  Besonders, da zu dem Zeitpunkt Fearne schon ein Jahr in dem Camp lebt und somit für sie nicht mehr alles neu ist, wie für den Leser. Aber das war für mich eher etwas Positives. Wie oft gab es schon Romane, wo genau dieses Kennenlernen der Welt mit der Einführung des Charakters in diese Welt erklärt wird? Auch das kann bei manchen Büchern hilfreich sein, aber Der Sohn des Drachen macht das bewusst anders. Das empfand ich besonders erfrischend, wenn auch gleich etwas schwieriger sich in diese Welt hineinzufinden. Doch dieses Gefühl hat dank der tollen Beschreibungen und Erklärungen nicht lange angedauert. Da es mehrere Episoden gibt, ist die erste Episode natürlich so konzipiert, dass man direkt danach am liebsten die nächsten Teile lesen würde. Ein richtiges, abgeschlossenes Ende darf man hier definitiv nicht erwarten.

Der Schreibstil

Annika Schuster hat in ihrem Buch ihr Schreibtalent bewiesen. Auch wenn ich nicht der größte Fantasy-Fan bin, hat mich das Buch schnell in seinen Bann gezogen. Der Schreibstil ist flüssig und ich hatte eigentlich keine hakeligen Stellen im Buch, durch die ich mich durchkämpfen musste. Besonders hervorheben möchte ich die Dialoge, sei es in der Camp WG als auch die mit Faolan. Ich konnte jeden Charakter vor mir sehen, wie sie miteinander interagiert haben.

Fazit

Ein toller Auftakt eines Gesamtwerks mit insgesamt 5 Episoden, der definitiv Lust auf mehr macht.

4,0 von 5 Punkte – Buchtipp
(Was soll das denn heißen? Schau dir dazu mein Bewertungsschema an)

INFO ZUM BUCH

Autor: Annika Schuster
Verlag: BoD
Erschienen: 02. April 2019 (Auflage 2)
Link zum Buch

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