Rezensionen

Rezension „Die vier letzten Tage des Paddy Buckley“ von Jeremy Massey

14. November 2016

Ich habe dieses Buch bereits in meinen TOP 5 im September vorgestellt und mich deshalb umso mehr gefreut, es als Rezensionsexemplar von der Random House Verlagsgruppe zu lesen bekommen zu haben.

Worum geht es in Die vier letzten Tage des Paddy Buckley?

Das Buch handelt, wie der Titel verspricht, von den letzten vier Tagen des Paddy Buckley. Paddy ist Bestatter mit Leib und Seele und generell ein Mann mit einem wunderbar irischen Humor. Als Paddy zu einer frisch gewordenen Witwe gerufen wird, um mit ihr über die Beerdigung ihres verstorbenen Mannes zu sprechen fühlt er sich sehr zu ihr hingezogen. Sie schlafen miteinander, doch während des Aktes verstirbt die ältere Frau. Paddy weiß sich nicht anders zu helfen, als es wie einen Unfall aussehen zu lassen.
Als er am nächsten Abend auch noch vergisst das Licht des Autos anzumachen und deshalb einen Mann überfährt, gerät sein ganzes Leben aus den Fugen. Denn der Tote ist niemand anderes, als der Bruder des gefürchtetsten Gangsterbosses in Dublin. Und niemand anderes soll die Beerdigung übernehmen als Paddy selbst.

Meine Meinung

Das Buch begann vielversprechend. Paddy ist eine Mischung aus in sich gekehrter Einzelgänger und Bestatter aber trotzdem ein Mann mit Charme und Humor. Doch je weiter die Geschichte fortfuhr, desto länger zog sie sich für mich als Leser. Anhand des Klappentextes hatte ich eine etwas andere Geschichte erwartet, da es eher klang, als würde Paddy versuchen, die Leichen über einen anderen Weg loszuwerden. Aber Paddys Leben geht relativ normal weiter, er wird von einer zur nächsten Beerdigung gerufen und geht seinem Job nach. Dazwischen versucht er mal dem Gangsterboss vorzuspielen, dass alles in Ordnung ist und gerät dadurch immer weiter in den Strudel, aus dem er sich rauszuwinden versucht.

Die Charaktere haben mich auch nicht wirklich gefesselt. Paddys loyaler Kollege Christy ist noch der einzige, zu dem ich eine Bindung verspürt habe. Doch irgendwie wollte zu den anderen kein Funke überspringen. Auch vermisse ich ein bisschen die Entwicklung von Paddy. Er ist von Beginn an nicht auf den Kopf gefallen, deshalb hat mich der Schluss auch nicht groß überrascht, jedoch hatte ich irgendwie nicht das Gefühl, dass diese extremen Geschehnisse viel in Paddy verändert hätten. Maximal noch die angedeutete Liebesgeschichte zu Bridget, der Tochter der verstorbenen Witwe, hat in Paddy etwas bewegt. Aber auch diese Liebesgeschichte hat mich nicht wirklich mitgenommen, sondern eher den Erzählfluss gebremst. Vielleicht ging es nur mir so, aber ich fand die Tatsache, dass Paddy vorher mit Bridgets Mutter geschlafen hat, was noch dazu zu deren Tod geführt hat, nicht wirklich nachvollziehbar, dass er dann etwas mit Bridget anfangen konnte.

Alles in Allem war der Roman über Paddy Buckley eine schöne Geschichte mit Charme und Humor, die leider zur Mitte hin ein wenig ab, zum Ende jedoch wieder etwas Fahrt aufnimmt. Leider hat sie meine Erwartungen nicht ganz erfüllt.

3 von 5 Punkte

INFO ZUM BUCH

Autor: Jeremy Massey
Verlag: carl’s books
Link zum Buch 

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