Rezensionen

Rezension „Fünf am Meer“ von Emma Sternberg

12. Dezember 2016

Es ist schon ein paar Wochen her, das ich „Fünf am Meer“ von Emma Sternberg gelesen bzw. als Hörbuch gehört habe. Ein tolles Hörbuch für zwischendurch, soviel kann ich schon einmal vorweg nehmen.

Der Inhalt von „Fünf am Meer“

 Linn arbeitet in einem Reisebüro und kommt eines Tages ein bisschen früher nach Hause. Der Klassiker: Sie erwischt ihren Verlobten inflagranti mit ihrer Kollegin. Linn packt kurzerhand ein paar Sachen zusammen und will verschwinden, doch sie weiß nicht so recht wohin. Da kommt es ihr sehr gelegen als der Erbschafts-Detektiv Samuel Cunningham sie kontaktiert und ihr mitteilt, dass sie von einer unbekannten Tante ein Haus in dem Staat New York geerbt hat. Gemeinsam fliegen sie nach New York und besichtigen das Haus. Erst da erfährt Linn, dass in dem Seawhisper-Inn noch fünf Senioren und Mitbewohner von Linns verstorbener Tante Dotty wohnen.
Schon nach kurzer Zeit schließt Linn ihre Untermieter ins Herz und möchte das Haus, das einige Millionen wert ist und sogar schon kurz vor dem Verkauf steht, nicht mehr veräußern. Schließlich kann sie ja nicht einfach die Senioren aus dem Haus werfen. Doch sie muss eine hohe Summe an Erbschaftssteuern abtreten und noch dazu möchte auch Cunningham einen Anteil, der ihm laut unterschriebenen Vertrag zusteht. Linn bleibt eigentlich keine Alternative… Eigentlich.

Die Charaktere – Linn und die Senioren

Linn ist ein allerwelts-Charakter und man kann sich deshalb auch schnell mit ihr Identifizieren. Ich finde nicht, dass sie außer sehr starker moralischer Werte, besonders viel charakterliche Tiefe besitzt. Trotzdem ist sie eine sympathische Protagonistin, die man schnell ins Herz schließt.
Allerdings fand ich die Mitbewohner teilweise etwas fad. Klar hatten alle ihre Charakterzüge, aber dennoch hat mir irgendwie etwas gefehlt, um mich in die Senioren zu verlieben. Ebenso hätte ich gerne mehr über Ted, den Sohn einer der Seniorinnen, erfahren, da er schon eine große Rolle in dem Roman spielt.

Und wie war die Geschichte?

Grundsätzlich finde ich die Thematik sehr schön, aber hat mich auch nicht unbedingt vom Hocker gerissen. Der Grundgedanke mit dem unverhofften Erbe kennt man eventuell schon, aber das Linn die Verantwortung über das Schicksal 5 mittelloser Senioren hat, ist natürlich schon sehr spannend. Auch wenn mich die Geschichte nicht so sehr gefesselt hat war es doch ein schöner Roman für Zwischendurch. Nicht zu anspruchsvoll, aber auch nicht zu anspruchslos. Einfach eine tolle Geschichte für an kalten Wintertagen mit kuscheliger Wolldecke auf der Couch.
Der Schreibstil war auch sehr angenehm, nicht zu kompliziert und kitschig. Allerdings muss ich sagen, das streckenweise die Erzählfluß ein bisschen ins Stocken geraten ist. Besonders als dann der künstlerische Aspekt in der Geschichte auftauchte. Aber das ist jetzt auch eher meckern auf hohem Niveau.

 

Das Hörbuch

Da ich das Buch als Hörbuch gehört habe, möchte ich noch ein paar Anmerkungen zu dem Hörbuch machen. Ich fand die Sprecherin Britta Steffenhagen sehr angenehm. Sie hat eine schöne Stimmfarbe und eine tolle Art, das Buch zu lesen. Was mir mitunter nicht so gut gefallen hat, war die krächzende Stimme von Patty, eine der Seniorinnen im Seawhisper-Inn. Aber ansonsten konnte ich während der Autofahrt sehr gut dem Hörbuch folgen und hatte auch Lust, weiter zu hören obwohl ich schon am Ziel angekommen war.

Mein Fazit zu dem Roman von Emma Sternberg

Ein schöner zeitloser Roman der einen manchmal zum Schmunzeln bringt und ein gutes Gefühl hinterlässt. Vielen Dank an dieser Stelle an die Random House Verlagsgruppe für dieses Rezensionsexemplar.

4 von 5 Sterne

 

INFO ZUM BUCH

Autor: Emma Sternberg
Verlag: Heyne
Erschienen: 09.05.2016
Link zum Buch

 

TIPP: Ähnliches Buch

„Nur einen Horizont entfernt“ von Lori Nelson Spielman

 

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