Rezensionen

Rezension „Schlafe für immer“ von Mary Higgins Clark, Alafair Burke

27. September 2018
Cover_Schlafe_für_immer

Nachdem ich den dritten Band von Mary Higgins Clark, Alafair Burke Reihe, Und niemand soll dich finden, über die TV-Show „Unter Verdacht“ mit Laurie Moran gelesen bzw. gehört habe, stand für mich fest, auch den Nachfolger lesen zu wollen. Altbekannte Charaktere sind natürlich wieder dabei und ich habe mich richtig gefreut, sie wieder zu treffen. Lest selbst, wie mir Schlafe für immer als Hörbuch gefallen hat.

Worum geht es in Schlafe für immer?

Casey Carter wurde für den Mord an ihrem Verlobten, den steinreiche, berühmte Hunter Raleigh III, zu zehn Jahren Haft verurteilt. Sie behauptet wehement unschuldig gewesen zu sein. Nach ihrer Entlassung möchte sie ihren Namen rein waschen und wendet sich an ihre Cousine und beste Freundin Angela. Diese arbeitet bei Ladyform und bittet die Geschäftsführerin Charlotte, ihre Kontakte spielen zu lassen. Denn Charlotte selbst war schon einmal in der TV-Sendung Unter Verdacht und ist seither eine gute Freundin von Laurie Moran. Diese kann ihren Chef von dem Fall überzeugen, denn eigentlich widmet sich „Unter Verdacht“ nur unaufgeklärten Fällen. Doch schon bald muss Laurie erkennen, dass sie sich vielleicht in Casey geirrt hat.

Die Charaktere

Laurie Moran hat mir wieder total gut gefallen. Ich finde sie ist ein super Beispiel einer starken Frau, die einen super Job macht, sowohl als Mutter, als auch als Produzentin der TV-Show. Sie wirkt nicht übermäßig naiv, oder sonst irgendwie Klischee-behaftet, was mir sehr gut gefällt. Ich finde sie ist auch absolut glaubwürdig und ich konnte ihren Gedankengängen jederzeit folgen. Schade fand ich, dass ihr Vater in diesem Buch relativ wenig Raum bekommen hat, im Vergleich zu Und niemand soll dich finden. Auch ihr Sohn hatte wenig Auftritte, was aber auch einfach nicht zur Geschichte gepasst hätte.

Dieses mal hat Laurie neben dem Fall auch mit einem neuen Moderator zu kämpfen. Am liebsten hätte sie den alten Moderator Alex behalten, mit dem sie auch eine Beziehung führt. Dieser distanziert sich in Schlafe für immer mehr und mehr von Laurie, da sie sich einfach nicht öffnen kann. Zu Lauries Verteidigung muss man sagen, dass sie ihren Ehemann einige Jahre zuvor verloren hat und sich deshalb schwer tut, sich einem anderen Mann so sehr zu öffnen wie sie es mit ihrem Ehemann Greg getan hat. Nicht desto trotz steht die Beziehung von Alex und Laurie auf der Kippe, da hilft es auch nicht, dass Alex eine Verbindung zu dem Fall von Casey hat.

Ryan, der neue Moderator, wirkt zunächst überheblich und unprofessionell. Zum Glück wurde dieses Muster nicht lange beibehalten, denn das wäre einfach unglaubwürdig geworden. Ich glaube Laurie und Ryan mussten erst einmal warm miteinander werden und die Autoritäten abstecken. Deswegen ist mir Ryan sogar fast ein wenig ans Herz gewachsen. Ich bin mal gespannt ob das bei einem nachfolgenden Teil der Reihe auch noch so ist.

Die Geschichte

Schlafe für immer beginnt aufregend und man entwickelt sofort eine Sympathie für Casey Carter. Da auch teilweise aus ihrer Perspektive erzählt wird fühlt man sich ihr schnell ein wenig verbunden. Das hat bei mir mit der Zeit etwas abgenommen, aber vermutlich auch, weil immer weniger aus ihrer Perspektive erzählt wurde. Der eigentliche Fall ist etwas langweilig. Viel Politik, Machtpersonen und Machtgehabe. Das hat mir leider nicht ganz so gut gefallen. Was ich aber gut fand, war das Spekulaitve, in das man selbst verwickelt war. Es gab viele kleine Indizien, weswegen man immer wieder über die Verdächtigen und auch Casey selbst nachdenken musste.

Mit dem Ende hätte ich dann irgendwie nicht so gerechnet, was ich aber als positiv verbuchen möchte. Schließlich mag ich es, doch überrascht zu werden und nicht schon das halbe Buch zu wissen, wie das Buch enden wird.

Der Schreibstil von Mary Higgins Clark und Alafair Burke

Mir hat der Schreibstil wieder sehr gut gefallen. Alles lässt sich flüssig und ohne Hindernisse lesen. Die einzelnen Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und absolut glaubwürdig. Mir gefällt auch sehr, wie die Autoren die Umgebung und Geschehnisse beschreiben. Es ist genau die richtige Mischung aus Details ohne zu sehr abzuschweifen, was mir wirklich sehr gut gefallen hat. Gerade das wechseln der Perspektiven empfand ich auch als sehr fließend ohne einen aus einer Gedankenwelt eines anderen Protagonisten heraus zu reißen.

Fazit

Ein toller weiterer Teil der „Unter Verdacht“-Reihe von Mary Higgins Clark und Alafair Burke. Einzig die sehr politische und dadurch manchmal etwas komplizierte und langweilige Handlung hat zu dem Punktabzug geführt.

 

4 von 5 Punkte – BUCHTIPP
(Was soll das denn heißen? Schau dir dazu mein Bewertungsschema an)

 

INFO ZUM BUCH

Autor: Mary Higgins Clark, Alafair Burke
Verlag: Heyne
Erschienen: 14.05.2018
Link zum Buch

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