Gedanken

Underdog Autor – Oliver Susami

14. Juli 2016

Heute möchte ich euch eine Autor vorstellen, auf den ich erst durch eine Mitstudenten aus einem Seminar erfahren habe und der mich total begeistert hat: Oliver Susami. Er schreibt überwiegend über seltsame, gruselige Geschehnisse und überzeugte mich besonders durch die Atmosphäre und Spannung die er schafft.

Das erste Buch „S3“ ist eine Wiedergabe tatsächlicher Geschehnisse von Susami, der von seltsamen Ereignissen in der Uni-Bibliothek gehört hat und dahingehend recherchiert. Dabei sucht er Studenten und Mitarbeiter, denen etwas im Untergeschoss der Bibliothek – S3 – geschehen ist und interviewt sie. Deshalb ist das Buch auch oftmals im Interview-Stil geschrieben, was aber meiner Meinung nach die Spannung noch gesteigert hat, weil man so absolut das Gefühlt hat, genau die gleichen Worte der Geschichte zu hören, wie Susami sie erzählt bekommen hat. Susami selbst beginnt regelmäßig in S3 an seiner Doktorarbeit zu arbeiten und fordert quasi das Übernatürliche heraus.


Das Buch hat mich total begeistert. Man merkt, wie der Protagonist durch die Informationen die er erhält immer mehr selbst mit einem unguten Gefühl in die Bibliothek geht. Dadurch, dass die Geschichte wirklich so passiert sein soll, schürt sie natürlich die Beklemmungen, die beim Lesen immer wieder aufkommen.

Dann habe ich noch „4ter Stock Herbsthaus“ von Susami gelesen. Hier handelt es sich auch um eine wahre Geschichte, die aber nicht Susami selbst geschehen ist, sondern einer Frau, die aufgrund von „S3“ auf Susami zugegangen ist und ihm ihre Geschichte geschildert hat. Der Autor selbst sagt, dass er die grundlegende Geschichte nicht verändert hat, aber seine schriftstellerische Freiheit genutzt hat und hier und da Änderungen vorgenommen hat. Trotzdem überkam mich auch hier dieses Gefühl, dass einen beschleicht, wenn etwas wirklich unheimliches wirklich so geschehen sein soll.
4ter Stock Herbsthaus handelt von Lena die zusammen mit ihrer Lebensgefährtin eine neue Bleibe sucht. Durch ihren Job in einem Schlaflabor erfährt sie von einer Kollegin von dem Herbsthaus, in dem günstige Wohnungen zu bekommen wären. Genauer gesagt steht das Herbsthaus nahezu leer, nur zwei weitere Wohnungen sind bewohnt. Das Angebot klingt verlockend, denn sie soll für die geräumige Wohnung nur 200 Euro bezahlen, allerdings soll sie jeden Tag einen Rundgang durch das Haus machen und nachsehen ob alle Türen verschlossen sind. Nach und nach geschehen ihr unheimliche Dinge, sie sieht Gestalten in ihren Träumen und ihrer Wohnung und doch will und kann sie die Wohnung nicht aufgeben.
Auch das Buch hat mich sehr gefesselt und immer wieder denkt man sich, dass so etwas doch nicht sein kann. Ich habe fast durchgehend nach Erklärungen gesucht, die mir helfen sollten, über das gelesene hinweg zu kommen und doch konnte ich keine finden. Trotzdem fand ich es super, mich in diese gruselige Geschichte zu begeben und habe auch weiterhin gut schlafen können ?

Von Susami sind noch einige weitere Werke erschienen, die ich mir mit Sicherheit auch in irgendeiner Form kaufen werde, denn ich liebe es einfach mich zu gruseln und das schafft Susami bei mir jedenfalls sehr gut. Seine Bücher sind größtenteils in Independent-Verlagen publiziert worden, was ihn für mich noch ein wenig interessanter gemacht hat. Wer auch ein Buch von Susami gelesen hat und ihn kennt, kann gerne seine Meinung in einem Kommentar hinterlassen.

Weitere Veröffentlichungen:
„Die Knochenfrau“ (Juni 2013)
„Nachtangst“ (November 2014, zusammen mit Isabell Schmitt-Egner)
„Tonicland“ (Dezember 2015)
„Bleib bei uns, denn der Abend kommt (März 2016)

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1 Kommentar

  • Reply Mimi 1. Dezember 2016 at 11:48

    Huhu Mona,
    vielen Dank noch mal für den Tipp – hier was ich über „S3“ denke: http://mimis-horrorshow.de/2016/12/01/s3-oliver-susami/

    Als nächstes ist das „Herbsthaus“ dran 🙂
    Viele Grüße!

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