Gedanken

Hello Leseflaute, my old friend

17. Mai 2018
Buch

Wieder einmal hat es mich erwischt und dieses Mal mit einer solchen Wucht, dass ich es kaum aus ihr heraus geschafft habe: Die Leseflaute.
Das Grauen jedes Buchbloggers und mein persönlicher Nemesis, gemeinsam mit der Schreibblockade vermutlich.

Aber wie kommt es eigentlich zu einer Leseflaute?

In meinem Fall kann ich das recht einfach beantworten: Stress. Bei mir stand einiges auf dem Programm und tausende Gedanken sind in meinem Kopf gekreist. Der bevorstehende Umzug war mit das größte Thema, das sich in meinen Alltag gedrängt hat. Und siehe da, der Umzug ist durch, Kisten mittlerweile ausgepackt und endlich habe ich es geschafft, das angefangene Buch zu beenden.

Wie sieht eine Leseflaute aus?

Für mich ist der Prozess recht schleichend. Ich beginne ein Buch mit totaler Begeisterung und merke dann, dass mir das Buch doch nicht so gut gefällt. Da es mir schwer fällt ein Buch nach wenigen Seiten abzubrechen kämpfe ich mich voran bis ich schon so viel gelesen habe, dass ich dann doch auch das Buch abschließen möchte. Vom Start des Buches bis hin zum Beenden kann es dann auch mal mehrere Monate dauern. Gerade wenn daneben dann noch tausende andere Sachen in deinem Alltag sind, die auch Aufmerksamkeit verlangen.

Schlechtes Buch oder einfach schlechtes Timing?

Bei meiner erst gestern überwundenen Leseflaute handelte es sich tatsächlich um ein Buch, von dem ich viel mehr erwartet habe. Es war nicht wirklich schlecht, aber es ging einfach nicht an mich. Wieder ein gutes Beispiel für falsche Erwartungshaltung vor dem Lesen. Ich denke aber man kann eine Leseflaute nicht immer auf das Buch bzw. auf die Qualität des Buchs schlussfolgern. Es ist mehr ein Zusammenspiel aus vielen Faktoren. So besagter Umzug, gemischt mit Stress auf der Arbeit, gemischt mit vielen sozialen Verpflichtungen in der Zeit wollen ebenso beachtet werden wie das Buch. Noch dazu braucht das Hirn manchmal auch einfach ein bisschen Ruhe. Den ganzen Tag über kommt input in den Kopf und dann Abends nach einem stressigen Tag kann das Lesen, was an anderen Tagen entspannend ist, das Hirn überfordern. Plötzlich scheinen alle möglichen Dinge, für die ich nicht viel Arbeiten oder Denken muss, interessanter. Ja, sogar „Bachelor in Paradise“.

Aber was tun in so einer Situation?

Schlussfolgernd kann ich folgende Schritte empfehlen:

1. Nicht verzagen. Es geht vorbei!

Keine Angst, nur weil du gerade keine Lust auf Bücher hast, heißt das nicht, dass es für immer so bleibt. Mach dir auf gar keinen Fall Druck wie „Ich muss jetzt aber lesen“ (ja, habe ich leider gemacht). Versuche die guten Gedanken und Erinnerungen hervorzuholen, die du an das Lesen hast.

2. Leg das Buch weg.

Wenn das Buch den ganzen Tag sichtbar neben dir liegt, beginnt es irgendwann sogar schon mit dir zu sprechen. „Warum liest du mich nicht?“, fragt das Buch. Der Druck wird größer, man gibt sich selbst Ausreden, warum man gerade nicht lesen kann und das macht es nur noch schlimmer. Lege das Buch weg und hole es bewusst heraus um zu lesen. Sage dir, dass du dich jetzt sehr auf das Lesen freust und schon kehrt das gute Gefühl beim lesen zurück.

3. Neues Buch, neues Glück

In diesem Punkt bin ich noch sehr schlecht. Wie schon oben beschrieben habe ich dann den Ehrgeiz mich durch das Buch durchzukämpfen. Aber das macht es wirklich nicht besser. Such dir ein neues Buch aus, vielleicht auch mal ein ganz anderes Genre. Denn wer kennt das nicht, dass man irgendwann auch mal eine Pause von Jugendromanen, Thrillern oder Liebesgeschichten braucht. Ich lese da oft dann mal so ein richtig schönen Groschenroman, literarisch macht das nichts her, aber umso mehr freut man sich wieder auf einen guten Thriller danach.

4. Zeit und Ort – ein Rendezvous mit dem Buch

Ich versuche mir an einem Tag dann ein richtiges Date mit dem Buch zu machen. Vielleicht mit einem guten Tee, ein paar Keksen und auf meinem Lieblings Lesesessel. So freut man sich wieder richtig auf ein Ritual und man kann sich voll und ganz dem Buch hingeben und sich nur darauf konzentrieren. Am besten hast du vorher schon einige Punkte auf deiner To-Do Liste für den Tag abgearbeitet, damit dir nicht noch Sachen im Kopf schweben, die auch deine Aufmerksamkeit verlangen.

Ich hoffe meine Tipps helfen dir bei deiner nächsten Leseflaute und auch ich nehme mir die Punkte wieder zu Herzen, wenn es mal wieder so weit ist. Was hoffentlich noch ein paar viele Monate dauern wird.

Habt ihr noch mehr Tipps, wie man eine Leseflaute schnell beseitigen kann?

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