Rezensionen

Rezension „Deathline – Ewig dein“ von Janet Clark

16. Juni 2017

Und wieder ein Hörbuch, dass mir die Zeit, die ich im Stau gestanden habe, versüßt hat. Ich wusste nicht so recht, worauf ich mich bei Deathline einlasse oder was ich zu erwarten habe, aber vielleicht ist das auch gut so.

Worum geht’s?

Josie ist ein 16 jähriges Mädchen, das sich schon immer gewünscht hat, etwas besonderes zu sein. Genau wie die Heldinnen in ihren Lieblingsbüchern hat sie das Gefühl, zu etwas bestimmt zu sein.
Auf einem Stadtfest trifft sie beim Rodeo auf Ray, einen Indianer, der ihr sofort im Kopf bleibt. Desto mehr erschreckt sie, als Ray plötzlich auf der Pferderanch ihrer Familie arbeitet. Er bringt ihr bei, wie sie noch besser mit den Pferden kommunizieren können und gleichzeitig kommen sie sich näher. Doch was Josie zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß, ist das Ray ein Geheimnis hat. Er ist zunächst nur aus einem Grund auf die Ranch gekommen; um sein Amulett zu finden. Denn Ray ist seit wenigen Tagen tot und er braucht das Amulett um über die Deathline zu gehen. Doch Josie kommt hinter Rays Geheimnis und möchte ihm helfen, das Amulett zu finden. Zeitgleich passieren mysteriöse Dinge auf der Ranch und in der Stadt. Jemand versucht der Ranch und somit Josies Familie zu schaden, in dem immer mehr kleine Anschläge verübt werden und in dem Laden von Josies bester Freundin sind plötzlich seltsame Schatten. Hängen die Vorfälle mit Rays Tod zusammen?

Ray und Josie = Romeo und Julia?

Von Anfang an steht die junge Liebe unter einem schlechten Stern. Die beiden verbindet die Liebe zur Natur und besonders zu Pferden. Doch der Stamm, dem Ray angehört, ist etwas besonderes, was Josies Interesse nur noch mehr weckt. Josie ist im Prinzip ein ganz normales Mädchen. Aber das ist nicht zwangsläufig der Grund, warum ich etwas an der „Großen Liebe“ von ihr und Ray zweifle. Die beiden kannten sich wenige Tage und plötzlich war es schon so eine große Liebe die über den Tod hinausgehen würde… Das ging mir einfach ein bisschen schnell und mir haben die liebevollen Szenen dafür gefehlt.
Ray ist als Charakter sehr interessant, einfach dadurch, weil er als Indianer über anders Wissen über die Naturgesetze verfügt, als der Durchschnittsmensch. Ich hätte gerne noch mehr über ihn erfahren. Hobbys, Interessen, Wünsche, so etwas. Aber auf der anderen Seite verstehe ich natürlich auch, warum das eher wenig zum Gespräch kam. Schließlich ist Ray tot und hat andere Sorgen.

Auftakt zur Reihe

Der Schreibstil hat mir bei dem Buch sehr gut gefallen. Es war sehr flüssig und hatte keine oder kaum längen. Hier und da wurde es mir aber einfach ein wenig zu fantastisch. Die Thematik mit der Deathline und der Geschichte dahinter mochte ich sehr, aber die Schatten, die in der Stadt ihr Unwesen trieben fand ich etwas seltsam. Zumal es dazu auch, für meinen Geschmack, zu wenig Aufklärung gab.
Leider empfand ich den „Bösewicht“ zu einfach zu identifizieren. Auch wenn bei dem offenen Ende klar wird, dass er nicht allein agiert, so war es doch ein wenig zu offensichtlich. Für mich ist allerdings, auch wenn es nicht aufgeklärt wurde, ebenso offensichtlich wer der Komplize ist, aber da bin ich mal gespannt, ob sich das in der Fortsetzung bewahrheitet.

Fazit

Eine nette Geschichte, deren Liebesgeschichte für mich aber ein wenig zu schwach war. Trotzdem interessante Charaktere, verworrener Plot und ein offenes Ende, das den nächsten Band herbeisehnen lässt.

4 von 5 Punkte

 

INFO ZUM BUCH

Autor: Janet Clark
Verlag: cbj-Verlag / Random House Audio
Erschienen: 20.03.2017
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