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Rezension „The Girl before“ von JP Delaney

28. Mai 2018
cover "The girl before"

Es ist schon etwas her, dass ich dieses Buch als Hörbuch „gelesen“ habe, aber ich möchte euch natürlich gerne berichten, wie ich dieses Buch empfand. Der Klappentext war zumindest sehr vielversprechend, aber ob es die Erwartungen auch erfüllen konnte, könnt ihr in dieser Rezension lesen.

Worum geht es in The Girl Before

Jane musste schlimmes durchleben als sie ihr Baby noch im Mutterleib verloren hatte. Jetzt will sie einen klaren Schnitt in ihrem Leben und in eine Wohnung ziehen, die sie nicht im Minutentakt an ihr Kind erinnert. Deshalb ist sie auch direkt begeistert von dem tollen, fast schon klinischen Architektenhaus, das viel zu günstig vermietet wird, doch schon kurz darauf erfährt sie auch warum: Mit dem Wohnen in dem hochmodernen Haus verpflichtet sich Jane auch dazu, eine Menge Regeln zu befolgen. Sie darf keine Sachen rumliegen lassen, keine persönliche Gegenstände, keine Bücher. Als sie dann auch noch zu einem Vorstellungsgespräch mit dem geheimnisvollen Architekten Edward muss, ist Jane hin und weg von dem Mann, der das aussergewöhnliche Haus kreiert hat.

Doch nach kurzer Zeit recherchiert Jane und findet heraus, dass die Frau, die vor ihr in dem Haus gewohnt hat, auch dort gestorben ist und auch sie hatte eine Verbindung zu dem Architekten, die über das normale Mieterverhältnis hinaus geht. Wie eine Besessene versucht sie herauszufinden, ob es tatsächlich ein Unfall war, denn die Umstände sind nicht ganz klar. Sie entdeckt immer mehr Parallelen zwischen ihr und „The Girl before“.

Die Charaktere

So richtig warum wurde ich mit keinem der Charaktere. Vielleicht noch am ehesten mit Jane, aber so richtig glaubhaft fand ich weder Jane noch Emma, die Frau die vorher in dem Haus gewohnt hat. Jane war wenigstens noch etwas rationaler, aber hat sich auch schnell von Edward verführen lassen.

Emma ist zunächst eine eingeschüchterte Frau, da sie nach einem Überfall in ihrem eigenen Haus dort nicht mehr wohnen möchte. Ich mochte irgendwie ihre Beziehung zu ihrem Freund Simon so gar nicht. Aber die Entwicklung, die Emma durchmacht fand ich sehr interessant. Zumal sie sich dann Edward zuwendet und immer mehr in seinem Bann verfällt. Zum Glück ist die Geschichte aber keine klassische Liebesgeschichte. Was mich so gar nicht mit ihr warm werden ließ, war dann doch, wie sie sich Edward hingibt. Es dauert keine zwei Minuten zwischen Trennung von ihrem Freund und Sex mit Edward. Und vor allem liebt sie es, seine Regeln zu brechen um dann noch von ihm bestraft zu werden. Kennen wir das nicht irgendwoher?

Edward fand ich sehr seltsam. Von Anfang an wirkt er distanziert und einfach nur seltsam. Für mich definitiv zu seltsam als das ich mich auf ihn einlassen würde. Aber ich habe den Charakter jetzt auch nur auf dem Papier gesehen. Wenn ein verdammt gut aussehender, reicher Kerl vor mir stehen würde und mit mir flirtet könnte ich vermutlich auch nicht mehr distanzieren und sagen „Moment Mona, der Kerl ist doch voll creepy.“ Was mich stellenweise wirklich etwas gestört hat, waren seine sehr deutlichen „Christian Grey“-Züge. Er nimmt sich sexuell alles was er will, ist generell recht zwanghaft und jeder Psychologe hätte vermutlich seinen Spaß an ihm.

Die Geschichte

Generell fand ich den Aufbau der Geschichte super. Es wird immer wieder zwischen Jane und Emma hin und her gesprungen, sodass man Parallel erfährt, was geschehen ist. Entsprechend wollte ich auch weiter lesen, oder in dem Fall des Hörbuchs Weiterhören, um zu erfahren, was denn jetzt mit Emma passiert ist und was mit Jane passieren wird.

Besonders spannend fand ich fast die Geschichte vor der eigentlichen Geschichte. Damit meine ich den Überfall, der sich in Emmas alter Wohnung ereignet hat. Was da ans Licht kam hat mich wirklich überrascht und fand ich super spannend.

Aber viel zu oft dachte ich nur, wie blöd diese beiden Weiber doch sind, sich mit einem Kerl einzulassen, der Gewürze alphabetisch sortiert.

Fazit

Eine echt gut konstruierte Geschichte, die aber hin und wieder an Glaubhaftigkeit mangelt. Mich hat sie die meiste Zeit gepackt, aber verglichen mit Gone Girl, oder andere Bücher die „Girl“ im Titel haben, fand ich es doch deutlich schwacher.

3,75 von 5 Punkte (sorry, 4 wäre zu viel und 3,5 zu wenig) — SCHMÖKER
(Was soll das denn heißen? Schau dir dazu mein Bewertungsschema an)

 

INFO ZUM BUCH

Autor: JP Delaney
Verlag: Penguin
Hörbuch Verlag: der Hörverlag
Erschienen: 25.04.2017
Link zum Hörbuch

 

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