Rezensionen

Rezension „Tiere“ von Simon Beckett

29. Februar 2020
Tiere Cover Hörbuch

Es ist schon etwas länger her, dass Tiere von Simon Beckett erschienen ist. Schon nach kurzer Zeit habe ich festgestellt, dass ich das Buch sogar schon einmal gelesen habe, mich allerdings kaum noch an den Inhalt erinnern konnte. Ob mich das Buch erneut begeistern konnte, erzähle ich in dieser Rezension.

Zusammenfassung von Tiere

Nigel ist eher einfach gestrickt, manche würden ihn dumm nennen. Aber in seinem Job im Büro fühlt er sich wohl. Dort sind Cheryl, die manchmal etwas fies ist und Karen, die immer besonders nett zu Nigel ist. Auch nach dem Tod seiner Eltern lebt Nigel immer noch in der Wohnung über den mittlerweile unbewirtschafteten Pub, den sein Vater einst geführt hat. Doch wirklich allein ist er nicht, denn in einem Raum in seinem Keller leben seine Tiere. Das Dicke, das Schwarze, das Alte… so nennt Nigel seine „Tiere“. Als nun auch das Rote dazu kommt, beginnen sie sich immer öfter gegen Nigel aufzulehnen. Das gefällt Nigel gar nicht, denn Cheryl und Karen wollen ihn besuchen. Es ist schon lange her, dass er Besuch bekommen hat und alles soll perfekt sein.

Die Charaktere

Es ist traurig aber auch sehr humoristisch, wie das Leben aus Nigels Sicht erzählt wird. Dinge, die mich stören würden nimmt Nigel einfach so hin, andere bringen ihn beinahe zum Überkochen. Besonders die Stimme des Sprechers Johannes Steck hat dies sehr gut einfangen können. Irgendwie mag man Nigel ja und erfährt auch über das Buch hinweg immer mehr über seine Eltern und wieso er schließlich seine „Tiere“ im Keller hält. Ihm ist gar nicht bewusst, dass das falsch oder sogar böse ist. Manchmal ist er jedoch auch fast schon etwas sadistisch, wenn er sich „Spiele“ überlegt, die er mit den Tieren spielen kann. 

Die Geschichte

Man wird sehr schnell in die Geschichte geworfen und der Aufbau war wirklich spitze. Der Wechsel zwischen Tieren, Nigels Leben, Cheryl und Karen im Büro und Nigels Vergangenheit war sehr gut ausballanciert. Ich finde die thematische Herangehensweise ausergewöhnlich und habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Das Thema Entführung nimmt man als Leser teilweise gar nicht so wahr, weil man sich so gut in Nigel und seine einfache Denkweise hineinversetzt fühlt.

Der Schreibstil

Von Simon Beckett habe ich bisher nur die David Hunter Bücher gelesen. Tiere ist da etwas ganz anderes, aber nicht weniger gut. Ich hatte eigentlich keinen Moment der Langeweile beim Lesen und besonders das Hörbuch hat mich echt sehr mitgerissen. Durch den gut strukturierten Aufbau der Geschichte hat man immer wieder ziemlich gute Spannungskurven die sich zum Ende hin ganz schön zuspitzen. Die Dialoge waren wirklich ziemlich gut, besonders am Ende mit Cheryl und Karen und ihrem Freund, der überraschend sich selbst eingeladen hat. Die Spannung kommt allerdings weniger von bekannten Thrill Elementen, sondern eher durch die Dialoge und dem ständigen Gedanken, dass in dem Keller Menschen gefangen sind. 

Fazit

Durchweg ein wirklich gutes Buch mit einem sonderbaren Hauptcharakter dessen dunkles Geheimnis wohl niemand erahnen würde.

4 von 5 Punkte – BUCHTIPP
(Was soll das denn heißen? Schau dir dazu mein Bewertungsschema an)

INFO ZUM BUCH

Autor: Simon Beckett
Verlag: Rowohlt Verlag
Erschienen: 24.02.2011
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