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Roman

„Ein wenig Leben“ von Hanya Yanagihara: Roman, Übersetzung und Kritikerstimmen

„Ein wenig Leben“ von Hanya Yanagihara: Hanser Berlin 2017, übersetzt von Stephan Kleiner, Inhalt, Themenhinweise, Preise, Bühnenfassung und deutsche Kritikerstimmen.

Stand:

„Ein wenig Leben“ ist ein Roman der US-amerikanischen Schriftstellerin und Journalistin Hanya Yanagihara (geboren 1974). Er erschien auf Deutsch 2017 bei Hanser Berlin. Übersetzt hat ihn Stephan Kleiner aus dem Amerikanischen. Die gebundene Erstausgabe hat laut Perlentaucher 960 Seiten. (Quellen: perlentaucher.de/buch/hanya-yanagihara/ein-wenig-leben.html, hanser-literaturverlage.de/personen/hanya-yanagihara-p-1217)

Das Original von „Ein wenig Leben“ heißt „A Little Life“ und erschien 2015. In Großbritannien verlegte Picador den Roman von Hanya Yanagihara. (Quellen: thebookseller.com/news/hanya-yanagiharas-novel-a-little-life-to-be-adapted-into-west-end-play, de.wikipedia.org/wiki/Ein_wenig_Leben)

Worum geht es in „Ein wenig Leben“?

„Ein wenig Leben“ von Hanya Yanagihara handelt laut Verlagstext von der lebenslangen Freundschaft zwischen vier Männern in New York, die sich am College kennengelernt haben. Im Zentrum steht Jude St. Francis, „brillant und enigmatisch“. Er ist ein „aufopfernd liebender und zugleich innerlich zerbrochener Mensch“. Die Freunde werden immer tiefer in seine „dunkle, schmerzhafte Welt“ hineingezogen. (Quelle: hanser-literaturverlage.de/buch/hanya-yanagihara-ein-wenig-leben-9783446289666-t-6160)

Hanser Berlin nennt „Ein wenig Leben“ ein „Epos über Trauma, menschliche Güte und Freundschaft als wahre Liebe“. Laut Verlag begebe es sich „an die dunkelsten Orte“, „an die Literatur sich wagen kann“. Die Handlung von Hanya Yanagiharas Roman erstreckt sich laut Wikipedia über knapp 40 Jahre. (Quellen: hanser-literaturverlage.de/buch/hanya-yanagihara-ein-wenig-leben-9783446289666-t-6160, de.wikipedia.org/wiki/Ein_wenig_Leben)

Welche belastenden Themen behandelt „Ein wenig Leben“?

„Ein wenig Leben“ von Hanya Yanagihara schildert nach übereinstimmenden Kritiken sexuellen Missbrauch in der Kindheit, Gewalt und Selbstverletzung ausführlich. Andreas Platthaus nannte in der FAZ laut Perlentaucher-Zusammenfassung sexuellen Missbrauch, Selbstverletzung und zahlreiche Demütigungen. Der Perlentaucher verschlagwortet das Buch unter „Sexueller Missbrauch“. Thomas Hummitzsch schrieb im „Freitag“, die Präzision, mit der Gewalt beschrieben werde, gehe „über die Grenze des Erträglichen hinaus“. (Quellen: perlentaucher.de/buch/hanya-yanagihara/ein-wenig-leben.html, freitag.de/autoren/thomas-hummitzsch/an-die-substanz)

Welche Preise erhielt „Ein wenig Leben“?

„Ein wenig Leben“ von Hanya Yanagihara gewann laut Hanser Berlin den Kirkus Award. Außerdem stand der Roman auf der Shortlist des Man Booker Prize, des National Book Award und des Baileys Prize. Die Booker Prizes führen „A Little Life“ als Titel der Shortlist des Man Booker Prize 2015. (Quellen: hanser-literaturverlage.de/personen/hanya-yanagihara-p-1217, thebookerprizes.com/the-booker-library/books/a-little-life)

Wie wurde „Ein wenig Leben“ von der Kritik aufgenommen?

„Ein wenig Leben“ von Hanya Yanagihara wurde in Deutschland 2017 unter anderem in FAZ, „Süddeutscher Zeitung“, „Zeit“, „Frankfurter Rundschau“, taz, NZZ und „Welt“ besprochen. Laut Perlentaucher-Zusammenfassung besprach Andreas Platthaus den Roman in der FAZ vom 28. Januar 2017 „hymnisch“. Er stellte die Autorin neben Tom Wolfe, Don DeLillo und den frühen James Joyce. Zudem lobte er die Übersetzung von Stephan Kleiner. Karin Janker schloss sich in der „Süddeutschen Zeitung“ am selben Tag dem Lob an. Sie nannte das Buch einen sprachgewaltigen Anti-Bildungsroman. (Quelle: perlentaucher.de/buch/hanya-yanagihara/ein-wenig-leben.html)

Ebenfalls positiv äußerten sich laut Perlentaucher-Zusammenfassung Katharina Granzin und Hannah Lühmann. Granzin nannte „Ein wenig Leben“ in der taz (31. Januar 2017) ein Buch „larger than life“. Lühmann räumte in der „Welt“ (29. April 2017) ein, Hanya Yanagiharas Roman sei schwer erträglich zu lesen, seine Schönheit aber sei größer. (Quelle: perlentaucher.de/buch/hanya-yanagihara/ein-wenig-leben.html)

Kritischer fielen laut Perlentaucher andere Stimmen zu „Ein wenig Leben“ aus. Ijoma Mangold attestierte dem Roman von Hanya Yanagihara in der „Zeit“ (26. Januar 2017) ein „Superlativ-Problem“. Dennoch zeigte er sich ergriffen. Cornelia Geissler fand ihn in der „Frankfurter Rundschau“ stellenweise „kitschig-schwer“. Angela Schader meinte in der NZZ (28. Februar 2017), dem Thema Kindesmissbrauch werde durch die „Inflationierung des Leidens“ ein Bärendienst erwiesen. (Quelle: perlentaucher.de/buch/hanya-yanagihara/ein-wenig-leben.html)

Weitere Stimmen zu „Ein wenig Leben“ dokumentiert Hanser Berlin. Denis Scheck schrieb in „ARD Druckfrisch“ (19. März 2017) über seine eigene Lektüre: „Eines der aufwühlendsten Bücher, das ich seit langem gelesen habe.“ Annemarie Stoltenberg besprach Hanya Yanagiharas Roman am 31. Januar 2017 bei NDR Kultur. Im „Freitag“ lobte Thomas Hummitzsch am 8. Februar 2017 die Übersetzung von Stephan Kleiner als „fabelhaft“. (Quellen: hanser-literaturverlage.de/buch/hanya-yanagihara-ein-wenig-leben-9783446289666-t-6160, freitag.de/autoren/thomas-hummitzsch/an-die-substanz)

Welche Ausgaben von „Ein wenig Leben“ gibt es?

„Ein wenig Leben“ von Hanya Yanagihara ist bei Hanser Berlin neben der Erstausgabe von 2017 auch als Hardcover-Schmuckausgabe lieferbar. Diese erschien am 23. September 2024, der Verlag bewirbt sie als „TikTok-Phänomen“. Eine Taschenbuchausgabe bei Hanser erschien am 26. März 2026 (Stand: Oktober 2026). (Quellen: hanser-literaturverlage.de/buch/hanya-yanagihara-ein-wenig-leben-9783446282285-t-5471, hanser-literaturverlage.de/buch/hanya-yanagihara-ein-wenig-leben-9783446289666-t-6160)

Gibt es eine Bühnenfassung von „Ein wenig Leben“?

„Ein wenig Leben“ wurde für die Bühne bearbeitet, als Theaterstück für das Londoner West End. Das berichtete das britische Branchenblatt „The Bookseller“ am 23. November 2022. Die Fassung stammt vom belgischen Regisseur Ivo van Hove, dem Dramaturgen Koen Tachelet und Hanya Yanagihara selbst. (Quelle: thebookseller.com/news/hanya-yanagiharas-novel-a-little-life-to-be-adapted-into-west-end-play)

Wo steht „Ein wenig Leben“ im Werk von Hanya Yanagihara?

„Ein wenig Leben“ ist der zweite Roman von Hanya Yanagihara. Schon ihr Debüt „The People in the Trees“ handelte laut „Freitag“ von Missbrauch. Am 28. Januar 2019 erschien bei Hanser Berlin „Das Volk der Bäume“. Robert Habeck würdigte es im „Literarischen Quartett“ laut Verlagsseite als „erstes Werk“ der Autorin. 2022 folgte „Zum Paradies“ bei Claassen, beide übersetzt von Stephan Kleiner. (Quellen: freitag.de/autoren/thomas-hummitzsch/an-die-substanz, hanser-literaturverlage.de/buch/hanya-yanagihara-das-volk-der-baeume-9783446262027-t-2828, perlentaucher.de/autor/hanya-yanagihara.html)

Ein weiterer viel diskutierter Roman über Schuld und Erinnerung: „Der Vorleser“ von Bernhard Schlink.

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