Rezensionen

Rezension „Bring Down the Stars“ von Emma Scott

9. Februar 2020
Cover Bring down the Stars

Dies ist nun schon das vierte Buch von Autorin Emma Scott, welches ich verschlungen habe. Die Erwartungen waren sehr hoch, da ich besonders von The Light between us aber auch vom All-In-Duett mit All In – Tausend Augenblicke und All In – Zwei Versprechen sehr begeistert war. Ob mir Bring Down the Stars auch gefallen hat, erzähle ich in dieser Rezension.


Worum geht es in Bring Down the Stars?

Autumn will sich eigentlich, seit ihr Ex-Freund sie betrogen und sie die Beziehung beendet hat, auf ihr Studium konzentrieren. Doch es kommt wie immer anders, als sie auf dem Campus den beliebten Connor sieht und er anscheinend auch Interesse an ihr hat. Schnell flüchtet sie sich in die Bibliothek, wo sie auf Wes trifft – einen gut aussehenden aber sehr in sich gekehrten Typen. Sie unterhalten sich miteinander und beginnen eine Diskussion, die eine Mischung aus Flirt und Meinungsverschiedenheit ist. Als plötzlich Connor dazu kommt, und sich als Wes‘ besten Freund vorstellt, zieht sich Wes zurück und überlässt Connor den Vortritt. Das dieser aber ausgerechnet Wes‘ Hilfe braucht, um Autumn glücklich zu machen, zerreißt Wes fast. Denn Autumn ist anders als die Mädchen, die Connor sonst gedatet hat. Sie ist klug und lässt sich nicht von Connors Geld blenden. Ihr ist es wichtiger, in sein Inneres zu blicken und ihn zu sehen, nicht die Fassade. Doch je mehr Wes Connor dabei Hilft, desto schlechter fühlt er sich dabei, denn Autumn verliebt sich in Connors Gedichte und seine Worte, hinter denen eigentlich Wes steckt.

Die Charaktere

Ich muss einfach wieder ein Lob an Emma Scott aussprechen, denn Autumn ist ein Charakter, die man einfach lieben muss. Und das nicht, aufgrund ihrer süßen liebevollen Art, sondern, weil sie eben nicht auf Oberflächliches und den Status ihres Partners wert legt, sondern auf seinen Charakter. Umso fieser ist es eigentlich, dass Wes und Connor sie so täuschen. Man kann die Beweggründe von Wes dabei vollkommen verstehen, doch Connor sieht es lange Zeit viel zu locker.
Auch Wes, aus dessen Sichtweise die Geschichte ebenfalls erzählt wird, hat mir sehr gut gefallen. Besonders diese innere Zerrissenheit, in der er sich konstant befindet. Er hat Connor sehr viel zu verdanken und sieht sich deshalb ihm gegenüber schuldig, ihm zu helfen und vor allem, seine Gefühle, die er für Autumn hegt, zu unterdrücken. 

Connor ist gegen Wes doch eher etwas einfacher gestrickt, allerdings merkt man mit dem Verlauf der Geschichte immer mehr, unter welchem Druck er leidet. Obwohl er keine Geldsorgen haben muss, weil seine Eltern wirklich sehr sehr sehr reich sind, so leidet er umso mehr unter den Ansprüchen, die sie an ihn haben. Seine Wünsche sind dabei egal. Er tat mir schon sehr leid, besonders auch das Thanksgiving bei seinen Eltern hat noch einmal gezeigt, dass auf Connor vermutlich die größte Last leidet, weil er einfach nicht er selbst sein darf. 

Die Geschichte

Zunächst erscheint die Geschichte wie eine typische Liebes-Dreieck-Geschichte. Doch schnell merkt man, dass es bei Bring Down the Stars um soviel mehr geht. Die reine Liebesgeschichte hält sich ein wenig im Hintergrund. Dafür steht das Thema Freundschaft im Fokus. Für Wes ist es wichtiger, das Connor glücklich ist, als er selbst. Auch Autumns Glück ist ihm wichtiger als sein eigenes, weshalb er überhaupt erst damit einverstanden ist, ihr schöne Worte in Connors Namen zu schreiben. Er weiß, dass es sie glücklich macht und seine Selbstlosigkeit hat mich oft beeindruckt, oftmals aber auch zum Verzweifeln gebracht. Denn man merkt sehr schnell, dass Autumn eigentlich viel besser zu Wes passt und nicht so viel mit Connor gemeinsam hat.

Ich war mir auch oft nicht sicher, wie weit Connor eigentlich an Autumn interessiert ist, da er sie zunächst oft in Verbindung mit seinen Eltern nennt. Schnell habe ich aber gemerkt, dass das nur seine Denkweise am Anfang war. Er war näher an Autumn interessiert, da er sich sicher war, dass sie seinen Eltern gefallen wird. Doch je länger er Zeit mit Autumn verbringt, desto mehr weiß er sie als Freundin zu schätzen, nicht nur wegen seinen Eltern. Das Ende hat mich definitiv überrascht und generell der Verlauf der Geschichte. Da war nichts für mich vorhersehbar, was ich als ganz klaren Pluspunkt notieren möchte. 

Dennoch muss ich noch einmal auf den Punkt eingehen, dass Wes und Connor sich schon sehr unfair gegenüber Autumn verhalten. Ein Gedicht für jemanden schreiben ist eine Sache, aber die Stimme verstellen und sich als Connor ausgeben, weil Wes besser mit Autumn reden kann, ist schon sehr grenzwertig und unfair Autumn gegenüber. Auch die Briefe, die Wes schreibt. Ich kann einfach nicht verstehen, warum Connor nicht wenigstens gemeinsam die Briefe verfasst und grob sagt, was er fühlt und Wes „übersetzt“ das in schöne, poetische Sprache. Das wäre für mich noch halbwegs vertretbar gewesen, aber so hat mir das beim Lesen oftmals ein sehr ungutes Gefühl gegeben.

Der Schreibstil

Nach drei gelesenen Bücher von Emma Scott kann ich definitiv behaupten, dass mir ihr Schreibstil auch bei Bring Down the Stars wieder sehr gut gefallen hat. Die Dialoge sind sehr lebendig und auch in die Gedankenwelt der Protagonisten einzutauchen, fällt sehr leicht. Es ist ja nicht immer so einfach, wenn aus zwei verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Der Sprung zwischen Wes und Autumn war aber sehr leicht und flüssig. Zwischenzeitlich ist es mir wirklich schwer gefallen, das Buch wegzulegen. 

Fazit

Bring Down the Stars ist wieder ein sehr schönes Buch aus der Feder von Emma Scott, das es einem schwer macht, nicht sofort mit der Fortsetzung weiterzumachen. 

4,5 von 5 Punkte – Buchtipp
(Was soll das denn heißen? Schau dir dazu mein Bewertungsschema an)

INFO ZUM BUCH

Autor: Emma Scott
Verlag: LYX Verlag
Erschienen: 21. November 2019

Link zum Buch

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1 Kommentar

  • Reply Miriam 13. Februar 2020 at 20:47

    Hallo Mona,

    dein Beitrag ist super, ich fand mich in deiner Meinung echt wieder! Das Buch hat mir gut gefallen und die Charaktere sind mit ihren Fehlern auch wirklich nicht langweilig. Die Freundschaft zwischen Wes und Connor ist interessant und schön beschrieben 🙂

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