Rezensionen

Rezension „Too late“ von Colleen Hoover

19. August 2019

Wer meinen Blog schon eine Weile verfolgt weiß, dass ich gerne Bücher von Colleen Hoover lese. Nun hat Colleen Hoover auch über einen anderen Verlag veröffentlicht, dem Bold Verlag. Schon nach den ersten Seiten von Too late wusste ich auch, warum…

Worum geht es in Too Late?

Sloan steckt fest in einer Beziehung, die toxischer nicht sein könnte. Denn ihr Freund Asa Jackson ist auf dem Campus bekannter denn je, aber vermutlich nicht unbedingt auf eine gute Weise. Denn Asa verkauft Drogen im großen Stil. Zunächst hoffte Sloan noch, dass er sich für sie ändern würde und die Drogen aufgeben würde, doch genau mit diesem Geld finanziert er nicht nur Sloans Lebensunterhalt, sondern auch das Pflegeheim von Sloans Bruder. Genau diese Abhängigkeit verhindert es Sloan Asa zu verlassen, denn auch wenn er Sloan liebt und auch sie immer noch Gefühle für ihn hat, so steigt seine Eifersucht und Obsession täglich an. Umso schwieriger als Carter auftaucht und als neuer Partner in sein Geschäft einsteigt. Denn was weder Asa noch Sloan wissen: Carter ist ein Undercover Cop und noch dazu regelrecht angezogen von Sloan.

Die Charaktere

Ich bin ja immer ein Fan von starken Frauen in Romanen, besonders, wenn diese sich nicht nur von ihren Gefühlen lenken lassen. Deshalb hat mir Sloan wirklich gut gefallen. Sie steckt fest in einer Beziehung, die sie vergiftet und aus der sie aufgrund von Abhängigkeiten so gut wie gar nicht rauskommt. Asa sieht sie wie eine Hausfrau in den 50er Jahren, die Essen zubereitet und putzt und noch dazu die Beine breit macht, wann immer er es will. Doch Sloan will nur die Uni abschließen und sich einen guten Job suchen, mit dem sie alleine für sich selbst sorgen und das Pflegeheim ihres Bruders bezahlen kann. Dieser Kampfgeist und Wille hat mir sehr gut gefallen. Generell waren ihre innere Zerrissenheit allgegenwärtig. Auch wenn Asa sich oft wie ein Arschloch verhalten hat, so konnte ich besonders gut Sloans Gefühle für ihn verstehen. Denn sie hat sich in ihn verliebt, bevor er so obsessiv wurde und bevor er sich wie ein Drogenbaron aufzuführen begann. Diese Gefühle sind immer noch in ihr und das macht sie für mich zu einer sehr tollen Protagonistin. Sie kann diese Gefühle nicht von heute auf morgen abstellen, auch wenn es sicher besser für sie wäre.

Carter hat mir auch sehr gut gefallen, auch wenn er ein klassischer Prinz ist, der die Prinzessin von dem Bösewicht befreien will. Seine Intension war klar erkennbar und genau das macht es so schwierig für ihn. Er ist nämlich nicht da, um Sloan zu befreien, sondern um Asas Drogengeschäfte aufzudecken und herauszufinden, wer der Lieferant ist. Entsprechend war sein Konflikt ebenfalls ständig erkennbar und im Vordergrund. Das mochte ich sehr.

Die Geschichte

Die eigentliche Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Der Prolog, der schätzungsweise 1/4 des Buches vereinnahmt hat mir nicht mehr ganz so gut gefallen. Es ist schwierig zu beschreiben, ohne zu Spoilern, aber besonders gestört hat mich die Veränderung von Asa. In der Hauptgeschichte ist sein Handeln noch nachzuvollziehen. Besonders da ein paar Szenen auch aus seiner Perspektive erzählt werden. Doch später ist er einfach nur noch psychisch krank und verhält sich nicht rational. OK, aus Liebe tut man manchmal irrationale Dinge, aber irgendwie hat es für mich an Glaubwürdigkeit verloren.

Dennoch, die Hauptgeschichte hat mich wirklich gut unterhalten. Es ist eine Mischung aus Liebesgeschichte und Liebesdrama. Asa ist ein klassischer Bad Boy und auch wenn Colleen Hoover immer wieder versucht hat, ihm auch gute Seiten zuzuschreiben, so ist schnell klar, dass wenn Sloan nicht diese Abhängigkeit hätte, sie sich doch sofort für Carter entscheiden würde.

In diesem Buch hat Colleen Hoover auch mal ein paar andere Züge von ihren Geschichten gezeigt, denn die sexuellen Szenen in diesem Buch sind, sagen wir es mal vorsichtig, nicht unbedingt für Jugendliche gedacht. Die Beschreibungen sind recht detailliert, aber ich empfand sie nicht als übertrieben oder gar anstößig.

Der Schreibstil

Colleen Hoover hat wieder bewiesen, dass sie einen tollen Schreibstil hat. Ich konnte mich sehr schnell in die Geschichte einfinden und hatte auch durchgehend Lust, an der Geschichte dran zu bleiben. Leider gefiel mir der Verlauf der Geschichte nicht ganz so gut, aber das beziehe ich jetzt nicht auf den Schreibstil. Was mich hier überrascht, oder gerade eben nicht hat, war der fehlende Twist, der für Colleen Hoover recht typisch ist. Normalerweise gibt es immer eine Besonderheit, ein roter Faden oder eben ein kleiner Twist, den man so nicht erwartet hätte. Das war hier nicht, hat aber dem ganzen nicht unbedingt geschadet oder gut getan.

Fazit

Eine unterhaltsame Geschichte, die teilweise an die Nieren geht, dann aber ein bisschen ins Banale abdriftet.

3,5 von 5 Punkte – Buchtipp
(Was soll das denn heißen? Schau dir dazu mein Bewertungsschema an)

INFO ZUM BUCH

Autor: Colleen Hoover
Verlag: BOLD Verlag
Erschienen: 22. März 2019
Link zum Buch

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