Rezensionen

Rezension „Das Feuer in mir“ von Christian Milkus

14. November 2018

Ein Genre, dass nicht so oft auf diesem Blog vertreten ist, ich aber dennoch hin und wieder gerne lese, ist Fantasy. Deswegen war es einfach mal wieder an der Zeit durch ein gutes Buch in völlig fremde und fantasievolle Welten einzutauchen. Das wollte ich durch Das Feuer in mir von Christian Milkus erreichen. Ob mir das gelungen ist, müsst ihr euch selbst beantworten.

Worum geht es in Das Feuer in mir?

Eigentlich sollte es nur eine einfache Untersuchung von Tieren werden als Leanne gemeinsam mit ihrem Bruder Lon und ihrer Schwester Maya als Gelehrten den Berg besteigen. Doch die Erschütterungen werden immer schlimmer bis der Berg schließlich beginnt Feuer und Steine zu speien. Die Bewohner der Ortschaften rund um den Berg fliehen und auch Leanne und ihre Geschwister versuchen dem Horror zu entkommen. Doch Maya wird von einem Stein getroffen und stirbt noch an Ort und Stelle. Leanne ist seither nicht mehr die selbe Person und steht vor einem Abgrund. Bei einer weiteren Expedition, die ihr als Gelehrte aufgetragen wurde, trifft sie auf Damion. Dieser scheint sie zu verstehen und bringt sie und ihren Bruder zu seiner Gruppe, die ihr Geborgenheit und Zuspruch geben. Schnell stellt sich heraus, dass es sich bei der Gruppe um die Zwölf Boten handelt, welche als Sekte bekannt ist, die schwarze Magie betreiben und den dunklen Gott anbeten. Leanne ist hin und hergerissen, denn die Gruppe kommt ihr gar nicht so schlimm vor und auch Damian, der Anführer, weckt verborgene Gefühle in ihr.

Die Charaktere

Leanne ist eine Person, die mir direkt gefallen hat. Ihre Schwester Maya war fast noch ein bisschen sympathischer, aber man hatte stets das Gefühl, dass Leanne die vernünftige ist, die immer einen Plan hat. Das ändert sich ein wenig nach Mayas Tod. Leanne fehlt der Rückhalt, den sie weder von ihren Eltern bekommt, die ihr eh sehr wenig oder besser gesagt gar keine Zuneigung schenken, noch von den anderen Gelehrten. Entsprechend fällt es ihr leicht sich Damion anzuschließen.

Damian ist neben Leanne einer der Hauptcharaktere. Ich finde seinen Charakter sehr gut ausgearbeitet, denn er ist zum einen sehr charmant und man nimmt ihm voll ab, dass er der Anführer einer Gruppe ist, aber auf der anderen Seite auch sehr einfühlsam und verständnisvoll. Was ich allerdings gestehen muss: Er war jetzt kein Charakter in den ich mich sofort verliebt habe. Ich konnte auch generell Leannes Gefühle für Damian nicht so ganz nachvollziehen. Rein logisch betrachtet ist klar, dass sie ihn anziehend findet, weil er ihr Kraft und Trost gibt, aber Funken Sprühen habe ich keine gesehen. Anfangs dachte ich auch, dass eher Flynn eine größere Rolle spielt, weil gerade er eher kein Interesse an Leanne hatte, im Gegenteil, er wollte das sie das Lager verlässt. Da hätte ich es spannend gefunden, wenn hier noch mehr drin gewesen wäre. Dennoch fand ich den Verlauf, wie er dann im Buch war, auch sehr gut.

Die Geschichte

Was mir an Das Feuer in mir sehr gut gefallen hat, war die Struktur. Angefangen mit einem recht lauten Anfang gefiel mir die ruhige Mitte sehr gut, gefolgt von wieder einem sehr lautem Ende. Das bot viel Raum, um die Charakter im Mittelteil kennen zu lernen und auch seine Meinung zur Sekte zu bilden. Sind sie nun die Guten oder die Bösen? Sind ihre Absichten wirklich die, die Damian vorgibt? Ist Damian wirklich in Leanne verliebt. Das fand ich sehr gut aufgebaut und gestaltet. Generell muss ich dem Autor Christian Milkus ein großes Lob zur Erschaffung einer besonderen Welt gratulieren. Mir hat besonders daran gefallen, dass es eben nicht alles zu übertrieben war. Es gab magische Wesen, aber eben so, dass sie nicht zu aufregend waren. Es war alles sehr auf dem Boden geblieben was es für mich besser greifbar gemacht hat.

Das Ende der Geschichte war dann noch mal ein ordentlicher Kampf, was mir wirklich sehr gut gefallen hat. Der Spannungsbogen ist gerade zum Ende hin immer weiter angestiegen, weshalb man dem großen Finale regelrecht entgegen gefiebert hat. Gerade bei den letzten 100 Seiten konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen.

Der Schreibstil

Christian Milkus hat eine tolle Art seine Geschichten dem Leser zu präsentieren. Der Schreibstil von Das Feuer in mir ist einfach aber dennoch sehr Fantasy-ig. Milkus macht gebrauch von einer Mischung aus mittelalterlicher Sprache gemischt mit neumodischem Stil. Das fand ich sehr charmant und hat Spaß gemacht zu lesen. Man hat sich zwar in einer anderen Welt gefühlt, aber irgendwie war alles sehr glaubhaft. Auch die Dialoge waren durchweg so geschrieben, dass ich mir das Gespräch absolut vorstellen konnte. Keine gesteltzen Wörter aber dennoch dem Genre Fantasy gerecht werdend. Generell hatte der Text einen sehr guten Lesefluss und ich kam nur wenig ins Straucheln.

Fazit
Ein tolles Buch für Fans des Romance Fantasy, aber auch für solche, die bisher noch wenig Berührungspunkte des Genres hatten.

4 von 5 Punkte – Buchtipp
(Was soll das denn heißen? Schau dir dazu mein Bewertungsschema an)

 

INFO ZUM BUCH

Autor: Christian Milkus
Verlag: Drachenmond Verlag
Erschienen: 13.07.2018
Link zum Buch

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