Rezensionen

Rezension “Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen” von Sarah J. Maas

23. Januar 2020
Cover Das Reich der sieben Höfe

Hin und wieder zieht es mich ja auch in die Richtung Fantasy. Daher habe ich mir schon vor einiger Zeit das Buch Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen von Sarah J. Maas gekauft. Da es inzwischen das Lieblingsbuch von meiner Schwester ist, wollte ich es natürlich auch bald lesen. Wie mir Das Reich der sieben – Dornen und Rosen gefallen hat, erzähle ich hier in dem Beitrag.

Worum geht es in Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen?

Feyre lebt seit dem finanziellen Ruin ihrer Familie in sehr ärmlichen Verhältnissen. Sie alleine fühlt sich dafür verantwortlich für die Familie zu sorgen, obwohl sie die jüngste der drei Schwestern ist. Seit ihrem Vater das Bein aufgrund seiner Schulden zertrümmert wurde kann auch dieser kaum Geld verdienen. Doch Feyre kann Jagen und sorgt mit dem Fleisch für Essen auf dem Tisch und mit dem Fell der Tiere für etwas Geld für die Familienkasse.

Die Winter sind hart und immer weniger Wild wagt sich in die Nähe der Menschen. Als Feyre ein Reh im Wald entdeckt und schießen will, kommt ihr ein riesiger Wolf in die quere. Mit einem Pfeil aus Eschenholz, der angeblich auch die gefürchteten Fae, magische Wesen die für ihre Grausamkeit bekannt sind, erlegen kann, tötet sie den Wolf. Nur kurze Zeit später taucht ein furchteinflößender Fae vor ihrer Tür auf und nimmt Feyre mit in sein Reich, als Ausgleich für den Tod eines Freundes, denn der Wolf war kein Tier, sondern ein verwandelter Fae. 

Feyre plant lange die Flucht, auch wenn der Fae Tamlin und auch sein Freund Lucien sie gut behandeln. Denn Feyre hat ihrer sterbenden Mutter ein Versprechen gegeben: Das sie sich um ihre Familie kümmert. Nach und nach fasst sie allerdings Vertrauen und ist fasziniert von dem Frühlingshof, auf dem sie leben soll und von den Fae – von einem ganz besonders. 

Die Charaktere

Feyre hat mir sofort gefallen. Sie ist eine starke Frau, die sich nicht durch die Liebe beirren lässt. Das merkt man auch daran, dass sie eine sexuelle Beziehung mit einem Jungen aus dem Dorf hat, allerdings keine besonderen Gefühle für ihn hegt. Das fand ich sehr überraschend und erfrischend, sind doch die meisten weiblichen Charaktere immer auf die große Liebe aus. Weiterhin mag ich an ihr, wie sie mit Situationen umgeht. Klar, auch sie muss gerettet werden, aber sie denkt dabei nicht „oh hoffentlich rettet mich xy“, sondern eher „Mist, jetzt ist es vorbei“. Das hat mir echt gut gefallen, ist man doch gerade in Zeiten in denen Badboys und toxischen Beziehungen gefeiert werden, doch anderes gewohnt. Hin und wieder war Feyre etwas leichtsinnig und für meinen Geschmack fast schon dumm. Als Beispiel: Wenn mir ein Fae (super gefährlich, böse Kreaturen usw.) sagt, dass ich bei einem Fae-Ritual-Fest, bei dem viele super gefährliche böse Fae sind, dass ich im Haus bleiben soll, was mache ich dann? Klar! Im Haus bleiben. Nich so Feyre, die läuft natürlich einfach mal dahin und guckt sich das an. 
Die beiden Fae Tamlin und Lucien haben mir super gefallen. Man hat sehr viel über sie und ihre Vergangenheit erfahren und besonders einer der beiden hat sich über den Verlauf sehr entwickelt. Besonders zum Ende hin erfährt man sehr viel über die Charakterzüge und Eigenheiten. So toll ich Tamlin finde, ich mag Luciens etwas schnippige und freche Art sehr. Er hat mich sehr oft zum schmunzeln gebracht.

Die Geschichte

Zunächst erfährt man sehr viel von Feyres Leben in der Menschenwelt. Es hat mich immer mal wieder an Tribute von Panem erinnert, denn auch Katniss musste für ihre Familie jagen gehen, damit sie nicht verhungerten. Dennoch war es für mich etwas schwer zu lesen, wie fies Feyres Schwestern zu ihr sind. Da es ein Fantasy Buch ist, kann man das natürlich immer dem Genre zuschreiben, dennoch halte ich das für eher unglaubwürdig. In der Welt der Fae fand ich es sehr interessant mehr über die Wesen dort zu erfahren. Etwas gestört haben mich Feyres waghalsigen Ausflüge, die sie immer wieder in Gefahr gebracht haben. Wer meinen Blog verfolgt weiß, dass ich kein Fan von weiblichen Charakteren bin, die ständig gerettet werden müssen. Zum Glück gehört Feyre nicht zu diesen Charakteren, was sich besonders zum Ende hinzeigt. Dennoch hat sie oft einiges nicht ganz so durchdacht, was aber auch menschlich ist. In der Mitte hat das Buch mich ein klein wenig verloren. Viele Ereignisse haben sich hintereinander gereiht und mich zum Kapitelende oftmals nicht so sehr zum weiterlesen animiert. 

Doch dann kommt der letzte Abschnitt und der hat mich wirklich sehr gefesselt. Ich will nicht zu viel verraten, aber dort kam eine Menge Spannung auf und macht Lust, den nächsten Teil zu lesen.

Der Schreibstil

Ich bin nicht der größte Fantasy-Fan, doch Sarah J. Maas hat es mir sehr einfach gemacht, Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen zu mögen. Ihr Schreibstil umfasst eine tolle Mischung aus Beschreibungen einer fantastischen Welt, tollen Dialogen und dem Monolog der Protagonistin. Sie fokussiert sich nicht so sehr auf Gefühle, sondern eher auf Handlungen, die Gefühle auslösen. Show don’t tell. Das hat mir sehr gut gefallen. 

Fazit

Ein toller Auftakt einer Reihe, die mich begeistert hat. Zwischenzeitlich haben sich ein paar Kapitel etwas gezogen, was aber das Ende alles wieder wett macht.  

4 von 5 Punkte – Buchtipp
(Was soll das denn heißen? Schau dir dazu mein Bewertungsschema an)

Autor: Sarah J. Maas
Verlag: dtv
Erschienen: 10.02.2017
Genre: Fantasy

Link zum Buch

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